Wenn ich an die ersten Monate von VLACE zurückdenke, hatte ich vor jeder größeren Entscheidung Angst, die falsche zu treffen. Ich habe unglaublich viel analysiert, Meinungen eingeholt und versucht, den perfekten Weg zu finden, weil ich dachte, dass ein Fehler uns vielleicht Monate zurückwerfen könnte.
Heute treffe ich Entscheidungen deutlich schneller.
Nicht, weil ich immer weiß, dass sie richtig sind, sondern weil ich verstanden habe, dass die meisten Entscheidungen gar nicht endgültig sind. Ein Produkt kann angepasst werden, eine Strategie kann sich ändern, Kampagnen funktionieren mal besser und mal schlechter und selbst wenn ein Projekt nicht aufgeht, nimmt man unglaublich viele Erfahrungen für das nächste mit.
Ich glaube, wir überschätzen oft die Konsequenzen einer falschen Entscheidung und unterschätzen gleichzeitig, wie teuer es sein kann, aus Angst gar keine Entscheidung zu treffen.
Rückblickend haben uns die Entscheidungen am meisten weitergebracht, bei denen wir einfach angefangen haben, obwohl wir noch nicht alle Antworten hatten. Natürlich gab es auch Dinge, die nicht funktioniert haben. Aber genau diese Erfahrungen sorgen heute dafür, dass wir bessere Entscheidungen treffen als noch vor einem Jahr.
Deshalb denke ich heute bei vielen Themen gar nicht mehr darüber nach, ob etwas perfekt wird. Ich frage mich vielmehr, ob wir genug Informationen haben, um den nächsten Schritt zu gehen. Alles Weitere lernen wir unterwegs.
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