Wenn ich heute noch einmal bei null anfangen müsste, würde ich viele Dinge anders machen.
Ich würde am Anfang alles selbst machen und erst nach ein paar Jahren mit Agenturen und Freelancern arbeiten. Bis man die richtigen Menschen gefunden hat, wird man erstmal nur Geld verbrennen und es ist so wichtig, sein eigenes Unternehmen zuerst selbst bis ins Detail zu verstehen. Marketing, Kundenservice, Ads oder Content, ich glaube, man trifft später viel bessere Entscheidungen, wenn man einmal selbst tief in den Themen gesteckt hat.
Ich würde mich außerdem viel weniger ablenken lassen. Früher klang jede neue Idee nach einer riesigen Chance. Eine Kooperation hier, ein Event dort, noch ein neues Projekt oder ein weiterer Vertriebskanal. Heute weiß ich, dass nicht jede Chance auch die richtige Chance ist.
Ich würde mir zwei oder drei Themen aussuchen, die das Unternehmen wirklich voranbringen, und alles andere konsequent ignorieren. Das fällt mir bis heute nicht immer leicht, aber ich habe gemerkt, dass Wachstum oft genau dann entsteht, wenn man bewusst auf gute Möglichkeiten verzichtet, um sich auf die wenigen wirklich wichtigen zu konzentrieren.
Ich würde auch deutlich weniger Events besuchen. Am Anfang hatte ich oft das Gefühl, überall dabei sein zu müssen. Heute frage ich mich viel öfter, ob mich ein Termin unserem Ziel wirklich näherbringt oder ob ich diese Zeit sinnvoller im Unternehmen investieren kann.
Ich würde auch viel früher anfangen, mich regelmäßig mit anderen Gründerinnen und Gründern auszutauschen. Viele Probleme, über die ich mir wochenlang den Kopf zerbrochen habe, hatten andere schon längst gelöst.
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