Seit wir auf der Forbes 30 under 30 Liste gelandet sind, wurde mir wahrscheinlich keine Frage häufiger gestellt als: „Kann man sich da einkaufen?“ oder „Wie kommt man eigentlich auf diese Liste?“
Nein, man kann sich dort nicht einkaufen. Man kann von anderen Menschen vorgeschlagen werden, sich selbst bewerben oder von der Jury entdeckt werden. Am Ende entscheidet eine Jury, wer auf die Liste kommt.
Für mich war Forbes allerdings nie ein Ziel. Ich habe mir die Liste schon als Jugendliche angeschaut und fand es immer spannend zu sehen, welche Menschen darauf stehen, welche Unternehmen sie aufgebaut haben und warum sie einen anderen Weg gegangen sind als die meisten. Mich haben diese Geschichten immer mehr fasziniert als die Auszeichnung selbst.
Als dann die Nachricht kam, dass ich für die engere Auswahl nominiert wurde, musste ich die Mail ehrlich gesagt zweimal lesen. Ich habe mich riesig gefreut, gleichzeitig wusste ich aber auch, dass das noch lange nicht bedeutet, am Ende wirklich auf der deutschen Liste zu stehen. Also hieß es erst einmal warten.
Als dann die finale Zusage kam, war das natürlich ein unglaublicher Moment. Nicht, weil sich dadurch plötzlich alles verändert hätte, sondern weil man für einen kurzen Augenblick zurückblickt und realisiert, was in den letzten Jahren eigentlich alles passiert ist.
Ich glaube, genau das wird bei solchen Auszeichnungen oft vergessen. Niemand steht wegen einer guten Woche oder einer guten Idee auf so einer Liste. Dahinter stecken Jahre voller Entscheidungen, Zweifel, Rückschläge und unglaublich viel Arbeit, die von außen niemand sieht.
Hat sich durch Forbes bei VLACE alles verändert? Nein.
Am nächsten Morgen standen trotzdem wieder Meetings an, Samples mussten freigegeben werden und die nächsten Entscheidungen warteten schon. Das Unternehmen läuft ganz normal weiter.
Und genau das finde ich eigentlich schön. Solche Momente darf man feiern und sie bedeuten einem persönlich unglaublich viel, aber sie sind nie das Ziel. Sie sind einfach eine Erinnerung daran, dass sich Durchhaltevermögen irgendwann auszahlen kann.
Wahrscheinlich war ich genau deshalb schon einen Tag später wieder mit dem Kopf beim nächsten Projekt. Nicht, weil mir die Auszeichnung nichts bedeutet, sondern weil sie für mich kein Endpunkt ist. Sie ist einfach ein weiterer Meilenstein auf einer Reise, die hoffentlich noch lange nicht zu Ende ist.
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