„Du hast dich total verändert.“

„Du hast dich total verändert.“

Wenn ich heute Menschen treffe, die mich schon vor der Gründung kannten, höre ich oft denselben Satz: „Du hast dich total verändert.“
Und ehrlich gesagt stimmt das.

Ein Unternehmen aufzubauen bedeutet nicht nur, ständig am Unternehmen zu arbeiten, sondern vor allem an sich selbst. Ich gehe heute viel bewusster mit meiner Zeit um. Früher dachte ich, ich müsste jede Chance mitnehmen und möglichst viel gleichzeitig machen. Heute hinterfrage ich viel kritischer, ob uns etwas wirklich weiterbringt oder ob es uns einfach nur beschäftigt.

Gleichzeitig habe ich etwas gelernt, womit ich selbst nie gerechnet hätte. Obwohl mein Alltag heute deutlich voller ist als früher, lebe ich viel mehr im Moment. Ich freue mich über kleine Dinge, nehme Gespräche bewusster wahr und genieße Momente, für die ich mir früher wahrscheinlich gar keine Zeit genommen hätte.

Auch mein Umfeld hat sich verändert. Ich habe gemerkt, wie sehr die Menschen, mit denen man sich umgibt, die eigene Denkweise beeinflussen. Welche Ziele man verfolgt, welche Ansprüche man an sich selbst und sein Gegenüber hat und wie groß man überhaupt denkt, hängt oft viel stärker vom Umfeld ab, als einem bewusst ist.

Eine Sache hat sich allerdings seit Tag eins nie verändert und sie hat mir unglaublich geholfen: Ich habe mich nie mit anderen verglichen. Jeder hat seinen eigenen Weg, sein eigenes Tempo und andere Voraussetzungen. Ich glaube bis heute, dass viel mehr Menschen ihre Ziele erreichen würden, wenn sie einfach anfangen würden, anstatt sich ständig Gedanken darüber zu machen, was andere über sie denken oder wo andere gerade stehen.

Das größte Learning der letzten Jahre ist aber wahrscheinlich ein anderes. Ich habe verstanden, dass fast alles lösbar ist. Ein Projekt kann scheitern, Geld kann man verlieren und Pläne können sich ändern. Solange die Gesundheit stimmt, gibt es fast immer einen neuen Weg.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Beitrag in drei Jahren wieder lesen werde und denke: Damals wusste ich eigentlich noch gar nicht, wie viel ich noch lernen werde.

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