In den letzten Jahren haben mich unglaublich viele Menschen gefragt, ob sie auch gründen sollen. Und ehrlich gesagt antworte ich darauf nicht automatisch mit Ja.
Nicht, weil Unternehmertum nichts Schönes ist. Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden. Aber ich glaube, viele Menschen unterschätzen, was es wirklich bedeutet, ein Unternehmen aufzubauen.
Es geht nicht nur um Freiheit oder darum, sein eigener Chef zu sein. Es bedeutet auch, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen, obwohl man selbst nicht weiß, ob sie richtig sind, und über Jahre dranzubleiben, auch wenn viele Dinge nicht funktionieren.
Ich glaube deshalb nicht, dass Unternehmertum für jeden der richtige Weg ist. Und das ist überhaupt nichts Schlechtes. Genauso wenig, wie jeder Profisportler oder Arzt werden muss.
Viel wichtiger ist doch, etwas zu finden, worin man wirklich aufgeht.
Ich würde heute niemandem raten zu gründen, weil es gerade modern ist oder weil Social Media den Eindruck vermittelt, Unternehmertum sei der einzige Weg zum Erfolg. Ich würde nur den Menschen dazu raten, die morgens aufstehen und das Gefühl haben, dass sie genau das machen müssen – unabhängig davon, wie schwer der Weg wird.
Denn ich glaube, genau das ist am Ende der Unterschied. Nicht die beste Idee oder das meiste Kapital entscheiden darüber, ob man durchhält, sondern wie sehr man das, was man aufbaut, wirklich will.
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